"Mehr denn je sind die Grenzen zwischen Kunst und Gebrauchsobjekt fließend. Die Definition von Kunst ist abhängig vom Zeitgeist und unterliegt gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und individuellen Interessen. Wie bereits zu Beginn der Moderne am Bauhaus oder später von Joseph Beuys formuliert, befürwortet Art Aurea die Idee von Kunst, die alle Lebensbereiche durchdringt. Es ist ein verbreiteter Irrtum, Malerei oder Bildhauerei generell als Kunst zu bezeichnen und einem Gefäß oder Schmuckstück den künstlerischen Wert abzusprechen, nur weil diese auch eine Funktion erfüllen können. Art Aurea versteht sich auch als ein Medium für die Bewahrung und zeitgemäße Weiterentwicklung substantieller Kultur und der Achtsamkeit gegenüber der Umwelt. Art Aurea steht für Produkte und Kunstgegenstände, die mit der Zeit an Wert gewinnen, die dauerhafte Quellen der Freude sind – jenseits des schnelllebigen Konsums und der Massenfertigung. Offen und unvoreingenommen suchen wir nach künstlerischer und handwerklicher Qualität, die Inspiration, Schönheit und Tiefe beinhaltet. Wichtig sind uns dabei unverfälschte Kreateure und Menschen, die das Besondere lieben".
Reinhold Ludwig

Art Aurea, übersetzt etwa mit „Goldener Kunst“, entstand erstmals im Jahr 1985 unter Chefredakteur Reinhold Ludwig im Ebner Verlag: Eine kaum bekannte Schmuckkunst vollzog in diesen Jahren einen mutigen, radikalen Bruch mit der Tradition. Von Anfang an wurde der Schmuck dieser neuen Schmuckszene im Kontext von Kunst und Design ganzheitlich und grenzüberschreitend interpretiert: als zeitgenössische Gestaltungskultur die Schnittmengen aufwies zur Bildenden Kunst, zur Architektur und zu den Designbewegungen jener Jahre, vor allem des Neuen Deutschen Designs. Auch völkerkundliche und soziologische Aspekte hatten ihren Platz in Art Aurea: Schmuck von Kulturen wie den Akahs im Norden Thailands oder zum Beispiel von Subkulturen wie den Punks, die in den 1980ern für gesellschaftliche Aufregung sorgten. Art Aurea wurde bei seinen Lesern ein großer Erfolg und genoss in kürzester Zeit Kultstatus. Wirtschaftlich gesehen war Art Aurea jedoch in einem Verlagshaus, das auf Anzeigenumsätze schauen muss, immer schwierig durchzusetzen. „Die Zeitschrift ist das Hobby von Herrn Ludwig“, hieß es im Ebner Verlag. Schließlich fiel 1996 die Entscheidung, Art Aurea nicht weiterzuführen.

Reinhold Ludwig verließ den Ebner Verlag, um nach 30 Jahren erfolgreicher Tätigkeit noch einmal einen Neuanfang zu wagen. Sein Hauptmotiv, mit 58 eine gut bezahlte, sichere Führungsposition aufzugeben, war der Wunsch, noch einmal im Leben etwas gesellschaftlich Nützliches zu tun, das ihm auch persönlich am Herzen lag. Er entschied sich, Art Aurea im Selbstverlag erneut herauszugeben – zunächst als Online-Magazin, seit 2010 schließlich auch wieder als Print-Ausgabe.

Herr Ludwig, wir danken Ihnen für diese mutige Entscheidung!
Die Print-Ausgabe Art Aurea erscheint vier Mal pro Jahr und wir freuen uns jedesmal sehr auf die neue Ausgabe dieses wunderbaren Magazins.

Die Zeitschrift Art Aurea ist bei uns erhältlich.

www.artaurea.com
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